Kreuzkirche Königs Wusterhausen
CHRONOLOGISCHER ABRIß ZUR GSCHICHTE DER KIRCHE
1375
Erwähnung der Siedlung "Wusterhuse slavica" ("Wendisch-Wusterhausen"): Dabei handelt es sich um eine alte Burg zur Sicherung des
Notte-Überganges an der Straße aus der Lausitz nach dem Teltow.
seit Ende des 15. Jh.
Lehnsinhaber von Burg und Ort Wusterhausen sind die Schenken von Teupitz
Mittelalter
Kirchlich gehört Wendisch-Wusterhausen zur Diözese Brandenburg.
Mit der Reformation wechselt das Verhältnis von Mater und Filialkirche: Wusterhausen wird Mater, Hoher Lehme die erste Filial-Gemeinde.
1652
Nach dem Dreißigjährigen Krieg ist die kleine Siedlung mit ursprünglich 7 Bauern- und 4 Ritterhufen, 2 Hüfnern und 4 Kossäten "ganz wüst"; nur
5 Stellen werden wieder besetzt.
um 1670
Der Geheime Rat Friedrich von Jena erwirbt die Herrschaft Wusterhausen, die ihm wenig später vom Kurprinzen Friedrich abgekauft wird.
bis 1690
In der Parochie sind vier Kirchen vorhanden: Deutsch Wusterhausen mit einem eigenen Pfarrer, Hoher Lehme, Nieder Lehme (mit Zernsdorf) und
Königs Wusterhausen (mit Senzig und Zeesen).
1693
Die Niederlehmer Kirche wird "durch einen heftigen Wind ganz umgeworfen"; im gleichen Jahr erläßt Kurfürst Friedrich III. den Baubefehl für den
Neubau einer großen Kirche in Königs Wusterhausen - gegen den Widerstand der Niederlehmer, die wohl nicht zuletzt den weiten Weg scheuten.
Noch heute heißt ihr Weg zur Kirche, die Straße jenseits der Bahngeleise, "Kirchsteig", und es wird gerne erzählt, daß die "Schäfchen" anfangs mit
aufgepflanztem Bajonett zum Sonntagsgottesdienst "begleitet" wurden.
1697
Neubau der Kirche als rechteckiger verputzter Saalbau aus Backstein am östlichen Rand des alten Dorfangers an Stelle von drei baufälligen Holzkirchen in
Königs Wusterhausen, Nieder Lehme und Hoher Lehme. Im hölzernen Turm befinden sich zwei Läuteglocken (von denen eine erhalten ist) und zwei Uhrenglocken;
die Kirchenbücher sind erhalten. Unter der Kirche werden zwei Gewölbe als Grüfte für fürstliche Bedienstete und wohlhabende Gemeindeglieder ausgebaut.
Während des Baus kommen die Gemeinden mit kurfürstlicher Erlaubnis in einem Gemach auf dem Lustschlosse zum Gottesdienst zusammen.
1698
Kurprinz Friedrich Wilhelm bekommt als Zehnjähriger den Rittersitz Wusterhausen von seinen Eltern zu Weihnachten geschenkt, den er als König in ein Jagdschloß
umwandelt; seither hat sich der Name "Königs Wusterhausen" eingebürgert. Später trifft sich hier das berühmte
Tabakskollegium des Soldatenkönigs.
1706
Stiftung der Abendmahlsgeräte durch den Kronprinzen Friedrich Wilhelm.
1708
König Friedrich I. stiftet eine Orgel vom Berliner Orgelbaumeister Wagner, die am Platz der Fürstenloge aufgestellt wird. Das brandenburgische Wappen auf der
Emporenbrüstung und der Adler an der Decke haben ihren Ursprung in dieser Zeit. Der Kronprinz läßt die Kirche ausmalen und den Gottesacker mit einer Mauer umgeben.
1718
In einer königlichen
Verordnung vom
1719
Die Gemeinde in Deutsch-Wusterhausen verliert ihre eigene Pfarrstelle und wird nach Königs Wusterhausen eingepfarrt.
1757-58
Erweiterungsbau (vierjochig mit rundbogigen Öffnungen). Das Gewölbe unter den Frauenplätzen wird zugeschüttet bzw. vermauert; aus Raummangel wird
Deutsch Wusterhausen Filial-Kirche mit vierzehntägigem Gottesdienst.
um 1800
Der "Flecken" Königs Wusterhausen hat etwa 300 Einwohner, eine Wasser- und eine Windmühle.
1812
Schenkendorf wird als Filial zu Königs Wusterhausen eingepfarrt.
1821/22
Der seit ich stehende Holzturm wird durch einen neuen achteckigen nach einem Entwurf von Eytelwein ersetzt. Die Fenster des Kirchenschiffes werden rundbogig
mit Kantenwülsten erneuert. Kanzel, Emporen und die Emporentreppen mit geschweiften Brettdocken werden eingebaut. Am Ostgiebel wird eine Sakristei angefügt,
Tür und Treppe zum Gewölbe verschwinden.
1832
Königs Wusterhausen erhält Marktrecht.
ab 1849
Fertigstellung der Berliner Chaussee; Pflasterung aller wichtigen Straßen; Regulierung des Nottefließes und Anlage des Binnenhafens.
1866
Nachdem ein Jahr zuvor mit dem Bau der Eisenbahnlinie Berlin-Görlitz begonnen worden war, erhält Königs Wusterhausen eine ständige Bahnverbindung nach Berlin.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steigt die Bedeutung der Stadt als Verkehrsknotenpunkt und Umschlagplatz. Die Gründerzeit beginnt und prägt das Stadtbild
im Bereich der Bahnhofsfraße. Die alte Mitte mit Schloß, Kirche und Gutshof rückt an den Rand.
1889
Einweihung des Erweiterungsbaues, der Querschiff und Choranbau in Anlehnung an die neoromanische Formensprache von 1822 umfaßt und der Kirche ihr heutiges
Erscheinungsbild und ihren Namen verleiht. Für den Einbau einer Heizanlage werden die Gewölbe unter dem Altarraum geöffnet.
1912/13
Bau der neuen Dinse-Orgel unter Erhaltung des barocken Prospektes.
1914/18
Im Ersten Weltkrieg werden alle Glocken bis auf eine eingeschmolzen.
1924
Die Ev. Gemeinde
Königs Wusterhausen besteht aus 10.100 Seelen (
1925
Die eingeschmolzenen Glocken werden durch neue ersetzt.
1931
Generalüberholung der Orgel durch die Firma Wendt & Heise, bei der das Instrument umdisponiert wird.
1932
Neuausmalung des Kircheninneren unter Wiederherstellung des preußischen Adlers an der Decke über der Orgel.
31.8.1934
Gründung einer Gruppe der "Bekennenden Kirche" durch Pfr. Werner in der Gemeinde Königs Wusterhausen.
1.12.1935
Königs Wusterhausen erhält Stadtrecht.
1944/45
Die Glocken werden wieder bis auf eine eingeschmolzen. Am 27.1.1944 deckt eine am Kirchplatz einschlagende Luftmine das Kirchendach ab und zerstört alle Fenster.
Bis zur provisorischen Instandsetzung finden die Gottesdienste in den Räumen der Neuapostolischen Gemeinde statt. Ab April 1945 dient die Kirche als Lazarett.
17.8.1947
Feier des 250jährigen Kirchenjubiläums mit Bischof Dibelius als Gastprediger.
1948
Die Gemeinde erhält eine Diakonissenstation (Schwester Frieda Wolf).
1948/49
Die Bildfenster des Altarraumes werden von Charles Crodel (Halle) entworfen und ausgeführt..
1951
In einer festlichen Glockenweihe erhält die Kirche wieder ihr volles Geläut
1955/57
Die Gemeinde hat 16.500 Mitglieder und wird geteilt: Senzig/Zernsdorf und Zeesen/Schenkendorf werden selbständig, die Parochie Königs Wusterhausen behält 8.700 Mitglieder.
1964
Die Fenster des Kirchenschiffes werden erneuert.
70er Jahre
Bei der letzten großen Renovierung wird das Dach neu gedeckt und Außenputz sowie Innenanstrich erneuert.
1989
Im Jahr der Wende feiert die Gemeinde das 100jährige Jubiläum des Erweiterungsbaus.
1997
Die Arbeiten zur Mauerwerkstrockenlegung und Außenhautsanierung der Kreuzkirche werden begonnen.
Liebfrauen
und Mönchen Jüterbog
1200 - 1300 Errichtung der Liebfrauenkirche
27.08.1694
Es erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Kirche vor dem Köpenicker Tor
23.12.1753
Der Neubau
der Sebastiankirche wird eingeweiht. Als 1802 die Cöllnische Vorstadt den Namen
Luisenstadt erhielt, wurde auch die Sebastiankirche in Luisenstadtkirche
umbenannt. Ab 1837 Luisenstädtische Kirche. Sie existiert heut nicht mehr
Im Jahre 2005